Kardiovaskuläre Erkrankungen
Der Schwerpunkt „Kardiovaskuläre Erkrankungen“ am Zentrum für Gen- und Zelltherapie der Uniklinik Köln, fokussiert sich auf die präklinische Entwicklung und die Vorbereitung früher klinischer Studien zu innovativen Zelltherapien. Ziel ist es, regenerative und immunmodulatorische Strategien zu etablieren, die sowohl bei kardiovaskulären Erkrankungen als auch in onkologischen Kontexten eingesetzt werden können.
Ein zentraler Ansatz ist die Nutzung kardialer Organoide, die aus humanen induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSCs) generiert werden und als physiologisch relevante Modelle für Krankheitsmechanismen, Wirkstofftestung und die Entwicklung regenerativer Therapien dienen. Ergänzend werden iPSC-abgeleitete mesenchymale Stromazellen (MSCs) entwickelt, deren immunmodulatorische und geweberegenerative Eigenschaften gezielt für die Reparatur geschädigten Gefäß- und Herzgewebes genutzt werden sollen.
Darüber hinaus bildet die Entwicklung von Zelltherapien auf Basis unkonventioneller T-Zellen, einschließlich MAIT-, NKT- und γδ-T-Zellen, einen weiteren Schwerpunkt. Diese Zellen besitzen angeboren-ähnliche Eigenschaften und können sowohl immunregulatorische als auch zytotoxische Funktionen ausüben. Durch gezielte funktionelle und metabolische Programmierung sollen sie entweder regenerative Prozesse im kardiovaskulären Gewebe unterstützen oder tumorizidale Immunantworten im onkologischen Kontext verstärken.
Durch die Integration dieser Ansätze entsteht eine translational ausgerichtete Plattform für neuartige Zelltherapien, die Erkenntnisse aus der Herz-Kreislauf-Forschung mit immuntherapeutischen Strategien der Onkologie verbindet.