Kardiale Zellersatztherapie
Induziert pluripotente Stammzellen (iPS Zellen) sind die Basis für eine Vielzahl neuer Zelltherapeutika. iPS Zellen können im Labor beliebig vermehrt und gezielt zu organotypischen Zellen differenziert werden.
Das Ziel unserer Forschung ist es, Schäden am Herzen, insbesondere nach Herzinfarkt, mit iPS Zell-abgeleiteten organotypischen Zellen zu regenerieren. Unsere Forschung der letzten 20 Jahre hat gezeigt, dass aus iPS Zellen hergestellte Herzmuskelzellen (iPS-CMs), wenn sie alleine angewendet werden, keine gute Effizienz bei der Transplantation aufweisen. Daher haben wir Verfahren entwickelt, um weitere kardiale Zellen gemeinsam mit den Herzmuskelzellen zu generieren. In aktuellen Forschungsvorhaben arbeiten wir mit kardialen Organoiden aus humanen iPS Zellen. Als Organoid bezeichnet man dreidimensionale Zellverbünde, die die Zusammensetzung und ggf. Architektur des Gewebes in vitro nachbilden. Die von uns entwickelten kardialen Organoide enthalten neben Herzmuskelzellen auch Zellen des Bindegewebes und Zellen der Blutkapillaren.
Unser Team arbeitet an skalierbaren Prozessen in Bioreaktoren, um COs in Mengen zu produzieren, die therapeutisch nutzbar sind. Unsere Vision ist es ein Verfahren zu etablieren, das durch Transplantation kardialer Organoide zu einer Verbesserung der Herzfunktion nach Herzinfarkt führt und ein fortschreitendes Herzversagen verhindert.


